NORDLICHT * AURORA BOREALIS
- Pixelanimo

- 20. März
- 2 Min. Lesezeit

Im Januar 2026 gab es wahrscheinlich so viele Polarlichtbilder aus Deutschland, wie nie zuvor. Leider habe ich die richtig krassen Lichter tatsächlich irgendwie verpeilt und dann war es zu spät, um noch einen schönen Spot anzufahren. Da blieb mir nur mein Garten und ich habe mich damit getröstet, sie endlich mal live zu sehen. Aber es hat echt an mir genagt, nur ein paar mittelprächtige Handyschnappschüsse zu haben.
Gleich am nächsten Tag bekam ich dann 18:32 Uhr völlig unerwartet eine Nachricht mit der Frage, wie schnell ich startklar sein könnte, da wieder eine Polarlichtmeldung rein kam und wir schnell sein müssten. In Windeseile war ich bereit und mein langjähriger Fotofreund Sebastian holte mich ab und wir fuhren zum Moritzburger Leuchtturm. Auf dem Parkplatz angekommen sah es dann zunächst so aus, als wären wir zu spät, aber man sah am Himmel einen leichten Grün- und Rotschimmer. So liefen wir im Stechschritt zum anvisierten Spot, wo wir uns zu drei weiteren Fotografen/Fotografinnen gesellten. Ich hörte dann neben mir immer sowas wie: "Jetzt geht es wieder los, sogar ein paar Beamer...", während ich mit zittrigen Händen meine Kamera aufs Stativ fummelte. Dann bemerkte ich auch noch, das nicht so lichtstarke Objektiv drauf zu haben aber entschied mich, alles erstmal so zu belassen. Ein Glück, da diese ersten Fotos tatsächlich die einzigen mit dem schönen Nordlichtern bleiben sollten.
Als ich das allererste Foto, welches übrigens generell mein allererstes Polarlichtfoto war, auf dem Display sah, war ich innerlich so mega geflasht und voller Demut sowas atemberaubendes miterleben zu dürfen und dann prangte da tatsächlich auch noch der 'Große Wagen' direkt über dem Moritzburger Binnenleuchtturm. Es war einfach alles perfekt und leider dann auch kurze Zeit später schon wieder vorüber. Nachdem ich dann doch noch mein besseres Objektiv montiert hatte, kamen die zauberhaften Lichter nicht noch einmal zurück und die eisigen Temperaturen machten das Warten dann auch nicht besser. Inzwischen standen wir nun schon zu Neunt nebeneinander und es war ein echt kurzweiliges Beisammensein mit all den anderen, die man vorher entweder gar nicht oder nur durch Facebook/Instagram kannte. Dann verließ einer nach dem anderen den Spot und letztendlich zwang uns die Kälte dann ebenfalls zum Einpacken.
Auch wenn die Polarlichter nicht so stark wie am Tag zuvor waren und ich dann auch noch das nicht so passende Objektiv am Start hatte, war es für mich ein ganz besonders epischer Abend. Es war der Abend an dem ich, ausgerechnet im Dresdner Umland und nicht an der Ostsee, meine ersten Polarlichter, Nordlichter...an dem ich Aurora Borealis endlich fotografisch einfangen durfte und das auch noch an diesem hübschen, kleinen Leuchtturm, der zu keiner Zeit jemals ein richtiger Leuchtturm war, aber der tollste Spot, den wir kurzentschlossen erreichen konnten.
Auch wenn die Bildqualität hätte etwas besser sein können, soll heute das erste Polarlichtfoto dieses Abends meinen Sonntagsbeitrag zieren und den großen Wagen habe ich mir auch erlaubt ein wenig in Szene zu setzen.



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