top of page
Suche

LEUCHTENDE NACHTWOLKENZEIT

  • Autorenbild: Pixelanimo
    Pixelanimo
  • 19. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Nun ist es schon wieder soweit und die Saison der Leuchtenden Nachtwolken startet. In den Wochen um die Sommersonnenwende tauchen sie in den kurzen Sommernächten, mit ihren silbrigen Schleiern, zuweilen am Nordhorizont (NW | N | NO) auf und sind ein echter Hingucker. Diese ganz besonderen Wölkchen bestehen aus winzigen Eiskristallen und entstehen weit über den normalen Wetterwolken in über 80 Kilometern Höhe. Dort ist es teils kälter als -100°C und sie zeigen sich in feinen Wellen und Rippenstrukturen. Da die Sonne in den Hochsommernächten nur knapp unter dem Horizont steht, schimmern die Wolken selbst dann noch, wenn es eigentlich längst dunkel ist. Durch die starken Höhenwinde verändern sich die silbrigen Schleier ständig und erwecken den Anschein zu wabern. Für dieses wunderschöne Himmelsspektakel braucht es jedoch einen klaren Himmel und etwas Glück, da es ein eher seltenes Phänomen und die Chance sie zu sehen im Norden weitaus höher ist, als in südlicheren Gefilden.

Dieses Foto, mit den bezaubernden Eiswolken über der Kreuzbuhne in Dranske auf der Insel Rügen, möchte ich heute nun endlich mal präsentieren. Seinerzeit war es, wie fast immer, ein absolutes Glück, dass ich schon im Vorfeld auf der Seite des Leibnitz-Instituts für Atmosphärenphysik schaute, ob das OSWIN-VHF-Radar aus der Mesosphäre/Mesopause ein Echo empfangen hat und es eventuell eine Chance auf die seltenen Eiskristallwolken geben würde. Eigentlich gab es nur ein eher schwaches Signal und ich machte mir keine allzu großen Hoffnungen, trotz des vorhergesagten klaren Nachthimmels. An der Kreuzbuhne in Dranske angekommen, sah ich jedoch schon die ersten Schleier und was sich dann am Himmel auftat, war einfach nicht mehr zu toppen. Da man leider nie weiß, wie lange dieses unglaubliche Schauspiel anhält, konnte ich das gar nicht so richtig genießen und fuchtelte eher hektisch an meiner Kamera rum. Aber dann kehrte auch schnell wieder Ruhe ein und alles was blieb war die Stille des Meeres, ein faszinierendes Nachtlicht, welches in regelmäßigen Abständen vom Licht des Leuchtturms auf Hiddensee durchbrochen wurde, die einzigartige Kreuzbuhne und ein kleines Boot mit Positionslicht, welches voraus ankerte.

Solche Augenblicke sind einfach nur unbezahlbar!




 
 
 

Kommentare


bottom of page