RÜGENER EISWELTEN 2026
- Pixelanimo

- 20. März
- 2 Min. Lesezeit

Als Anfang Februar klar war, das es nach 8 Jahren wieder eine schöne Eiszeit geben würde, waren leider noch keine Schulferien und ich konnte nicht eben mal auf die Insel fahren. Eine Woche später waren dann Ferien, die Ostsee war zugefroren soweit das Auge reicht, aber das graue Wetter gefiel mir nicht. Eigentlich hatte ich dann schon beschlossen, diesmal auf meine vereiste Insel verzichten zu müssen. Dennoch hing ich jeden Tag permanent auf der Rügenfisch-Webcam und schaute mir den vereisten Sassnitzer Leuchturm an, welcher inmitten der ebenfalls vereisten Ostsee stand. Auf einigen Bildern im Internet sah ich dann auch meine geliebte Piratenschlucht im Eiskleid und das machte mich dann doch etwas traurig, da man das 2018 so nicht zu sehen bekam.
Als dann in der zweiten Ferienwoche die Temperaturen plötzlich wieder nach unten korrigiert wurden und die Wettervorhersage ein paar Sonnenstunden anzeigte, habe ich am 17.2. beschlossen doch noch loszufahren. Schnell schrieb ich meine Freundin, die all das auch gern mal live sehen wollte, an und fragte, ob sie am nächsten Morgen in Dresden sein könnte, buchte schnell eine Ferienwohnung und packte meinen Fotokram zusammen. Dann nahm alles seinen Lauf und einen Tag später erblickte ich schon am Nachmittag meine eisige Rügenschönheit bei schönstem Sonnenschein.
In Sassnitz angekommen, machte ich zunächst noch ein paar Fotos, welche sich der Vermieter gewünscht hatte, von der wunderschönen Ferienwohnung und anschließend starteten meine Freundin und ich gleich zu einer kleinen Fotorunde in den Sassnitzer Hafen.
Dann war er da, dieser erste Blick von der Hängebrücke Richtung Binzer Bucht und er war einfach unbeschreiblich. Die Ostsee stand still und glitzerte schneeweiß bis zum Horizont und ein leiser, eiskalter Wind machte das Winterfeeling perfekt. Da die Mole zum Sassnitzer Leuchtturm polizeilich abgeriegelt war und wir ihn aber dennoch gern bewundern wollten, führte unser Weg zum Rügenfisch-Webcam-Spot mit den wunderschön vereisten Wellenbrechern. Dort verbrachten wir die Zeit des Sonnenuntergangs und gingen dann total geflasht und zufrieden zurück.
Danach erwarteten uns zwei fantastische Fotototage mit echtem Arktisfeeling, wie sie schöner nicht hätten sein können. Mit dauerhaft Spikes an den Schuhen waren wir in der vereisten Piratenschlucht, am Fuße der Kreidefelsen, unterwegs und haben später noch die Eisschollen vom Hochufer aus beobachtet.
Ein grandioser Sonnenaufgang bei flauschigen -10°C erwartete mich auch noch und die zauberhafte Selliner Seebrücke durfte im Fotosammelsurium ebenso nicht fehlen. Durch die sich ändernde Wetterlage sahen wir von einer komplett vereisten Ostsee, bis hin zu den ersten Eisschollen, bei schönstem Fotowetter, einfach alles und ständig gab es wieder neue Impressionen.
An diesen drei Tagen hätte es echt nicht besser laufen können und es waren auch die letzten Tage, bevor dann an unserem Abreisetag der Regen kam.
Für mich war es eine Zeit voller Emotionen, mit mega tollen Eindrücken und dem unfassbaren Glück, all das noch gesehen zu haben. Danke, an wen auch immer, für die unendliche Glückseligkeit, welche mir dadurch zuteil wurde, mit ein wenig Ruhe und Seelenfrieden, bevor mich die Turbulenzen des Lebens dann wieder zurück hatten.
Ich könnte jetzt hier noch viele wunderbare Anekdoten erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen.
Stattdessen zeige ich heute diese vier auserwählten Fotos von meinen Lieblingsspots und im nächsten Winter kehren wir hier dann nochmal zurück mit einigen Einzelbildern zu denen ich dann nochmal ausführlicher etwas erzählen werde.






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